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Kettenwechseln

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Vorbereitung der Disziplin

Der Wettbewerber muss die Schneidgarnitur seiner Säge abmontieren und sie nach dem Wechsel der Kette sowie dem Wenden der Schiene wieder zusammenbauen und dann die Spannung der Kette so einstellen, dass die Säge für die nachfolgende weitere Disziplin Kombinationsschnitt einsatzfertig ist.

Vor der Ausführung prüft ein Schiedsrichter auf einem separaten Tisch, ob sich Säge und Schneideinrichtung im Originalzustand befinden.

 

Dabei wird geprüft:

-          Länge der Schrauben für den Kettenraddeckel,

-          Originalzustand der Muttern und Gewindegänge,

-          Originalzustand und das Vorhandensein der Spannschraube,

-          Vorhandensein des Kettenfangbolzen,

-          Originalzustand der Löcher im Kettenraddeckel,

-          Die Kette muss so gespannt sein, dass sie bei der optischen Kontrolle des Schiedsrichters am Schwert anliegt (alle Treibglieder müssen in der Führungsschiene sein). Der Richter zieht die Muttern mit einer Kraft von  20 Nm an, dabei benützt er einen Drehmomentschüssel,

-          Der Richter markiert die Schiene und reicht die überprüfte Säge zum Wettbewerbstisch weiter.

 

Ausführung der Disziplin

Der Tisch, auf dem die Ausführung erfolgt, hat eine Länge von 1,5 m, eine Breite von 70 cm und eine Höhe von 80 cm.

Vor dem Start dürfen sich auf dem Wettbewerbstisch nur die überprüfte Säge, eine neue Kette und das persönliche Werkzeug des Wettbewerbers befinden.

Der Wettbewerber darf die Disziplin ohne Handschuhe, Helm, Gesichts- und Gehörschutz durchführen.

Wenn die Säge auf dem Tisch steht oder liegt, geht der Teilnehmer zur Startlinie, die einen Meter vom Tisch entfernt ist. Auf das Signal „Start“, beginnt die Zeitmessung und der Bewerber muss folgendes tun:

-          an den Tisch treten

-          die Muttern abschrauben

-          die alte Kette entfernen

-          die Schiene wenden

-          eine neue Kette aufziehen und wenn nötig spannen

-          den Deckel und die Muttern in Position bringen

-          die Muttern anziehen

-          das Werkzeug auf den Tisch legen

 

Die Zeitnahme endet, wenn der Bewerber sein Werkzeug auf den Tisch legt. Die Schiedsrichter nehmen die Säge zur nächsten Disziplin mit. Dem Teilnehmer ist es nicht erlaubt, die Säge zu berühren, solange er nicht die nächste Disziplin beginnt.

 

Punkte werden vergeben für:

- Die benötigte Zeit, die im Protokoll unter Punkt 1 notiert wird.

  Dabei wird die Zugehörigkeit der Säge zu einer der zwei Gruppen berücksichtigt.

Die Gruppen werden nach dem Mechanismus der Schienenbefestigung unterteilt:

 

                        Gruppe 1: zwei Befestigungsmuttern und Kettenspannung mit

                                          Schraubenzieher

                        Gruppe 2: eine Befestigungsmutter oder Schnellverschluss

                       

Die Punkte/Zeittabelle 7 kann am Anfang und am Ende erweitert werden. Die Eintragung im Protokoll wird auf die nächste Zehntelsekunde durch die berechnende Gruppe wie üblich auf- bzw. abgerundet.

 

 

 

Kettenwechseln

Gruppe 2/Zeit

Gruppe 1/Zeit

Punkte

1 Befestigungsmuttern

2 Befestigungsmutter

 

etc. + 2 Punkte/0,4 sec.

etc. + 2 Punkte/0,5 sec.

 

4,6 – 4,9

8,1 – 8,5

140

5,0 – 5,3

8,6 – 9,0

138

5,4 – 5,7

9,1 – 9,5

136

5,8 – 6,1

9,6 – 10,0

134

6,2 – 6,5

10,1 – 10,5

132

6,6 – 6,9

10,6 – 11,0

130

7,0 – 7,3

11,1 – 11,5

128

7,4 – 7,7

11,6 – 12,0

126

7,8 – 8,1

12,1 – 12,5

124

8,2 – 8,5

12,6 – 13,0

122

8,6 – 8,9

13,1 – 13,5

120

9,0 – 9,3

13,6 – 14,0

118

9,4 – 9,7

14,1 – 14,5

116

9,8 – 10,1

14,6 – 15,0

114

10,2 – 10,5

15,1 – 15,5

112

10,6 – 10,9

15,6 – 16,0

110

11,0 -11,3

16,1 – 16,5

108

11,4 – 11,7

16,6 – 17,0

106

11,8 – 12,1

17, 1 – 17,5

104

12,2 – 12,5

17,6 – 18,0

102

12,6 – 12,9

18,1 – 18,5

100

13,0 – 13,3

18,6 – 19,0

99

13,4 – 13,7

19,1 – 19,5

98

13,8 – 14,1

19,6 – 20,0

97

14,2 – 14,5

20,1 - 20,5

96

14,6 – 14,9

20,6 – 21,0

95

15,0 – 15,3

21,1 – 21,5

94

15,4 – 15,7

21,6 – 22,0

93

15,8 – 16,1

22,1 – 22,5

92

16,2 – 16,5

22,6 – 23,0

91

16,6 – 16,9

23,1 – 23,5

90

17,0 – 17,3

23,6 – 24,0

89

17,4 – 17,7

24,1 – 24,5

88

17,8 – 18,1

24,6 – 25,0

87

18,2 – 18,5

25,1 – 25,5

86

18,6 – 18,9

25,6 – 26,0

85

19,0 – 19,3

26,1 – 26,5

84

19,4 – 19,7

26,6 – 27,0

83

19,8 – 20,1

27,1 – 27,5

82

20,2 – 20,5

27,6 – 28,0

81

20,6 – 20,9

28,1 – 28,5

80

21,0 – 21,3

28,6 – 29,0

79

21,4 – 21,7

29,1 – 29,5

78

21,8 – 22,1

29,6 – 30,0

77

22,2 – 22,5

30,1 – 30,5

76

22,6 – 22,9

30,6 – 31,0

75

23,0 – 23,3

31,1 – 31,5

74

23,4 – 23,7

31,6 – 32,0

73

23,8 – 24,1

32,1 – 32,5

72

24,2 – 24,5

32,6 – 33,0

71

24,6 – 24,9

33,1 – 33,5

70

25,0 – 25,3

33,6 – 34,0

69

25,4 – 25,7

34,1 – 34,5

68

25,8 – 26,1

34,6 – 35,0

67

26,2 – 26,5

35,1 – 35,5

66

26,6 – 26,9

35,6 – 36,0

65

27,0 – 27,3

36,1 – 36,5

64

etc. -1 Punkt/0,4 sec.

etc. -1 Punkt/0,5 sec.

 

 

 

Strafpunkte werden in folgenden Fällen vergeben:

-          Fallenlassen der alten Kette und/oder einer Befestigungsmutter auf den Boden (aufheben und weiter montieren). Protokollpunkt 3 - 20 Strafpunkte

-          Die Schiene wurde nicht gewendet. Protokollpunkt 4 - 50 Strafpunkte.

-          Wurde die Kette so aufgelegt (z.B. Zähne zeigen zum Motorblock), dass der Teilnehmer die weiteren Disziplinen nicht ausführen kann, darf er die Kette unter Aufsicht der Schiedsrichter neu montieren und weiterarbeiten. Protokollpunkt 7 - 50 Strafpunkte.

-          Verletzungen der allgemeinen Sicherheitsvorschriften laut Tabelle 1 werden im Protokoll unter den Punkten 6 - 8 vermerkt.

-          Sind nicht sämtliche Teile montiert, erhält der Teilnehmer 0 Punkte (Protokollpunkt 2).

-    Jede festgestellte blutende Verletzung ergibt 20 Strafpunkte (Protokollpunkt 9).

-    Auf Wunsch des Teilnehmers oder auf Anordnung des Schiedsrichters können/müssen nicht korrekt montierte Ketten neu montiert werden. Kontrolliert wird, ob die Kette richtig aufgelegt ist und ob alle Schrauben montiert und angezogen sind (ohne Werkzeug nicht lösbar). Eine Nachmontage wird mit 50 Strafpunkten (Protokollpunkt 7) bestraft.

 

Fällt bei den nächsten Disziplinen (Kombinationsschnitt) die Kette oder eine Mutter des Kettenraddeckels ab, wird die Disziplin Kettenwechsel mit 0 Punkten bewertet. Zusätzlich erhält der Wettkämpfer bei Ausfall der Kette 0 Punkte (Protokollpunkt 11) für die Zeit im jeweiligen Bewerb.

In diesem Falle darf er die Kette wieder auflegen und den Bewerb beenden.

Nach dem „Kettenwechsel" erfolgt der Bewerb Kombinationsschnitt.  Zwischen diesen beiden Bewerben ist es nicht erlaubt an der Motorsäge zu arbeiten oder etwas an ihr zu verändern!

Nach dem Kombinationsschnitt ist es erlaubt die Säge für den folgenden Bewerb vorzubereiten. Es darf das Schwert, die Kette, das Ritzel, der Krallenanschlag oder die Kupplung gewechselt werden.

Bei der EM für Schüler und Studenten sowie bei der WM erfolgt nach dem Kettenwechseln der Kombi- und der Präzisionsschnitt.

Im Falle der Punktegleichheit ist der Teilnehmer: 1. Mit weniger Strafpunkten und 2. mit der besseren Zeit der Sieger.

 

 

 

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