Ökolog Zertifikatsverleihung

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ÖKOLOG ist das Basis-Programm des Unterrichtsministeriums zur Umweltbildung als Beitrag zur Bildung für Nachhaltigkeit und Schulentwicklung an österreichischen Schulen.
In der HTL 1 Lastenstraße in Klagenfurt wurden von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Umweltreferent LR Rolf Holub und Amtsführenden Präsident Rudolf Altersberger die Zertifikate
an Kärntner ÖKOLOG-Schulen übergeben. „Oikos war im antiken Griechenland die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft, die Begriffe Ökonomie und Ökologie sind davon abgeleitet", sagte der Landeshauptmann
und betonte, wie wichtig es sei, dass Bewusstsein bereits in der Schule geprägt werde, denn man könne damit nicht früh genug beginnen. „Die Themenbereiche Gesundheit, Umwelt-, Natur-und Klimaschutz finden
in unseren Schulen immer mehr Beachtung. Das zeigt sich bei engagierten Unterrichtsprojekten, die vor allem das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen." Kärnten habe im Bereich Nachhaltigkeit eine
positive Vorreiterrolle, aber man stehe trotzdem erst am Anfang. „Vor immer schneller werdenden und in kurzen Abständen neue innovative Bereiche erschließenden Entwicklungen ist es wichtig, dass wir die Richtung
vorzeigen und Orientierung geben", betonte der Landeshauptmann. In der Schule seien diese so wichtigen Schritte grundzulegen. „Ich bitte Sie auf diesem Weg weiter zu gehen und danke dafür sehr herzlich", sagte der Bildungsreferent.

Umweltreferent Holub wies darauf hin, dass Kärnten in Europa den größten Anteil an erneuerbarer Energie vorweisen könne. „Mit dem neuen Biomasse Heizkraftwerk in Klagenfurt wird ein Quantensprung vollzogen.
Es sichert langfristig die Versorgung von zehntausenden Haushalten mit Fernwärme und trägt zu 37 Prozent zur CO2 Reduktion in der Stadt bei." In zwei bis drei Jahren soll auch der gesamte Bahnverkehr elektrisch sein.
„Wir werden den Klimawandel nicht mehr stoppen können, aber wir werden uns anpassen müssen", so Holub.

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger dankte allen Schulen für die Teilnahme am ÖKOLOG-Projekt und verwies auf die neuen Mitglieder seit dem Schuljahr 2017/18: HTL 1 Lastenstraße, Zweisprachige BHAK, BRG Viktring,
Praxisschule Verbundmodell, Neue Mittelschule Campus Hubertusstraße, VS 11 Maria Gail, VS Hohenthurn und VS Sattendorf.

Der Klagenfurter Umweltstadtrat Frank Frey lobte die HTL 1 als eine Schule, an der permanent an neuen Technologien geforscht werde. Michael Archer, Direktor der HTL 1 Lastenstraße berichtete über die vielen innovativen Projekte
der Schule im Rahmen des EnergieMasterplans der HTL 1. Für die musikalische Umrahmung sorgten „Faisalamanda".

Kärntner Almschwein

                        Das 'Kärntner Almschwein'

Waldschweine

Die Alm der LFS Litzlhof war diesen Sommer Ort eines ganz besonderen Projekts. In der Vergangenheit wurden auf diese Alm nur Kühe und Ziegen, gelegentlich auch ein paar Pferde, aufgetrieben.

Diesen Sommer jedoch bereicherten drei Ferkel einer seltenen Rasse die Berghänge der Landesschulalm.

Im Jahre 1820, nach einer großen Hungersnot, führte der deutsche König Wilhelm I. von Württemberg den damals heimischen Landschweinen chinesische Maskenschweine zu um sie zu veredeln.

Er hatte von den hervorragenden Eigenschaften der chinesischen Schweine gehört und lies sie importieren. Daraus entstanden sind die sogenannten 'Mohrenköpfle', eine robuste Landrasse deren Fleisch

fest und etwas dunkler ist, und aufgrund seiner gesunden Zellstruktur den Saft besonders gut hält. Diese Schweine werden in Deutschland 'Schwäbisch Hällische' genannt und in einer ganz besonderen bäuerlichen Erzeugergemeinschaft gehandelt.

Ziel des Almprojekts war es zu zeigen, dass diese robuste Rasse in uneingeschränkter Freiheit auf Almen gut zu halten ist. Drei Ferkel, zwischen 7 und 8 kg schwer, wurden von einem Züchter im Mölltal gekauft und für die ersten vier Wochen gekoppelt.

Dort lernten sie ihr 'Zuhause', einen großen Strohhaufen im Stall, Futterstelle und Toilettenecke kennen. Die Stalltür war von Beginn an offen, die Ferkel konnten sich 24 Stunden frei bewegen. Nach ca. 4 Wochen wurde der E-Zaun abgebaut,

die Schweinchen konnten von nun an 'schwarteln' wohin sie wollten. Schweine haben einen strengen Biorhythmus und sind deshalb leicht zu 'hüten'. Spätestens zur Dämmerung  kamen sie zum Stall zurück um dort zu übernachten,

fast immer auch zum Mittagsschläfchen. Da Schweine sehr gesellig und intelligent sind lernten sie in kürzester Zeit mit den Kühen und Pferden umzugehen und waren unbeirrt inmitten Kuh- und Pferdeherden zu finden.

Oft auch im Wald auf der Suche nach Futter, wo sie zur Waldverjüngung beitragen indem sie den Boden öffnen und so Platz für neue Keimlinge schaffen.

Die eingesetzte Futtermenge ist bei dieser Art Haltung sehr viel geringer wie normal, die 'Schäden' auf den Weiden durch umgewühlten Boden nicht erkennbar, da die Flächen riesig sind und die Schweine weit umherziehen.

Selbst ein früher Wintereinbruch mit Kälte und Schnee konnte den Tieren, dank eines stabilen Immunsystems, nichts anhaben.

Für nächsten Sommer ist geplant, die Sauen dieses Sommers auf der Alm ferkeln zu lassen um eine sehr robuste, gesunde Almschweinezucht aufzubauen, deren Fleisch gesünder nicht sein kann.

 

 

 

 

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