Das 'Kärntner Almschwein'

Waldschweine

Die Alm der LFS Litzlhof war diesen Sommer Ort eines ganz besonderen Projekts. In der Vergangenheit wurden auf diese Alm nur Kühe und Ziegen, gelegentlich auch ein paar Pferde, aufgetrieben.

Diesen Sommer jedoch bereicherten drei Ferkel einer seltenen Rasse die Berghänge der Landesschulalm.

Im Jahre 1820, nach einer großen Hungersnot, führte der deutsche König Wilhelm I. von Württemberg den damals heimischen Landschweinen chinesische Maskenschweine zu um sie zu veredeln.

Er hatte von den hervorragenden Eigenschaften der chinesischen Schweine gehört und lies sie importieren. Daraus entstanden sind die sogenannten 'Mohrenköpfle', eine robuste Landrasse deren Fleisch

fest und etwas dunkler ist, und aufgrund seiner gesunden Zellstruktur den Saft besonders gut hält. Diese Schweine werden in Deutschland 'Schwäbisch Hällische' genannt und in einer ganz besonderen bäuerlichen Erzeugergemeinschaft gehandelt.

Ziel des Almprojekts war es zu zeigen, dass diese robuste Rasse in uneingeschränkter Freiheit auf Almen gut zu halten ist. Drei Ferkel, zwischen 7 und 8 kg schwer, wurden von einem Züchter im Mölltal gekauft und für die ersten vier Wochen gekoppelt.

Dort lernten sie ihr 'Zuhause', einen großen Strohhaufen im Stall, Futterstelle und Toilettenecke kennen. Die Stalltür war von Beginn an offen, die Ferkel konnten sich 24 Stunden frei bewegen. Nach ca. 4 Wochen wurde der E-Zaun abgebaut,

die Schweinchen konnten von nun an 'schwarteln' wohin sie wollten. Schweine haben einen strengen Biorhythmus und sind deshalb leicht zu 'hüten'. Spätestens zur Dämmerung  kamen sie zum Stall zurück um dort zu übernachten,

fast immer auch zum Mittagsschläfchen. Da Schweine sehr gesellig und intelligent sind lernten sie in kürzester Zeit mit den Kühen und Pferden umzugehen und waren unbeirrt inmitten Kuh- und Pferdeherden zu finden.

Oft auch im Wald auf der Suche nach Futter, wo sie zur Waldverjüngung beitragen indem sie den Boden öffnen und so Platz für neue Keimlinge schaffen.

Die eingesetzte Futtermenge ist bei dieser Art Haltung sehr viel geringer wie normal, die 'Schäden' auf den Weiden durch umgewühlten Boden nicht erkennbar, da die Flächen riesig sind und die Schweine weit umherziehen.

Selbst ein früher Wintereinbruch mit Kälte und Schnee konnte den Tieren, dank eines stabilen Immunsystems, nichts anhaben.

Für nächsten Sommer ist geplant, die Sauen dieses Sommers auf der Alm ferkeln zu lassen um eine sehr robuste, gesunde Almschweinezucht aufzubauen, deren Fleisch gesünder nicht sein kann.

 

 

 

 

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